Prof. Dr. Wilhelm Salber

Prof. Dr. Wilhelm Salber

Erstellt von Frankfurter Allgemeine Lebenswege
Angelegt am 10.12.2016
1.479 Besuche

Neueste Einträge (3)

Gedenkkerze

Dr. päd. Dieter Wenzlawski

Entzündet am 19.04.2021 um 13:19 Uhr

Eine persönliche Erinnerung: 
Schon in den 70er Jahren und später erst recht hat Prof.Dr. Wilhelm Salber uns Studierende ernstlich auf die Probe gestellt, herkömmliche Auffassungen von "Psychologie" als Kastendenken oder Schächtelcheneinteilungen in Frage zu stellen. Seine Betrachtungen der Verwandlungen im seelischen Geschehen entfalteten vor uns universelle Bewegungen in alle Richtungen denkbaren Entwickelns und Zustandekommens wie Vergehens und Verstehens von seelischen Produktionen - die uns schwindelig machen konnten. 
Nach Jahren haben wir die morphologische Psychologie erst langsam begriffen, umfassen und anwenden können. Es bleibt von dieser Morphologie ein Bild eines lebenden, großmaschig-elastischen und sehr universalen Netzes, mit dem man sich schon in ersten Schritten seelischen Phänomenen vorsichtig und zutreffend nähern kann, dass es eine Freude ist, diesen Zugang zur Verfügung zu haben. 
In streng kategorischen Psychologien droht dagegen der Verlust des Gegenstand an die Theorielogik.

Die Erarbeitung dieser Psychologie fällt niemandem einfach so in den Schoß und sie ist äußerst streitbar gegenüber anderen Psychologien, die sich gerne als Welterklärungen und Schnellschussvorrichtungen präsentieren. 
Noch in seinem letzen Jahr hat Prof.Dr.Wilhelm Salber rege Anteil genommen an den Erfahrungen und beruflichen Entwicklungen seiner ehemaligen Studierenden.

Wir danken Wilhelm Salber für seinen für uns alle gehobenen Schatz der Morphologischen Psychologie und nehmen in Trauer und Zuversicht von ihm Abschied.

 
D.Wenzlawski 
in München
(am 13.12.2016 als Nachruf und am 19.04.2021 als Kerzentext erneuert)

Gedenkkerze

Siegfried Andorf

Entzündet am 10.06.2020 um 17:01 Uhr

Wilhelm SALBER, der größte Psychologe, den die Universität zu Köln je hatte (und wahrscheinlich auch zukünftig je gehabt haben wird).

Frankfurter Allgemeine Zeitung

vom 10.12.2016