Friedrich Fehrmann : Traueranzeige

1920 – 2015

Semper igitur animus humanus vivit
Augustinus

Friedrich Fehrmann
* 8. November 1920

† 27. August 2015

Officier van Oranje-Nassau
Officier de l’ordre Léopold II.
Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und weitere Orden
und Ehrenzeichen
Wir verabschieden uns nach einem langen und sehr
erfüllten Leben in tiefer Liebe und Trauer von unserem
fürsorglichen Ehemann, Vater, Schwiegervater und Großvater.
Marlene Fehrmann, geb. Keimes
Christiane und Herbert Schoppmann
Friederike Fehrmann
Bettina Kriegsheim und Dr. Walter Krimmel
Joachim und Mady Fehrmann
Dr. Georg Fehrmann und Roseléia Fehrmann
Martin Fehrmann und Andrea Monge Garzonio
Angela Fehrmann und Rik Fennis
Anne Dorothee Fehrmann
und seine Enkel
Jana, Elena, Annika, Max, Julius, Fritz, Clara, Anna, Viktor, Tim,
Persijn, Jonathan und Félix

Die feierlichen Exequien werden gehalten am Mittwoch, dem 2.9. 2015 um 10 Uhr in der
Kirche St. Andreas, Merowingerstraße in Aachen.
Anschließend ist die Beerdigung um 12 Uhr auf dem Waldfriedhof, Monschauer Straße,
Aachen.
Traueranschrift: Familie Fehrmann, Laurentiusstraße 38, 52072 Aachen

Friedrich Fehrmann
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Kondolenzbuch

30 Aug 2015

Er erblickte als 3. (Margund, Milly, Wilderich und Friedrich) von insgesamt 4 Kindern des preußischen Staatsbeamten und späteren Landrat des Kreises Meppen am 8. November 1920 im westfälischen Münster das Licht der Welt. Seine Kindheit und Schulzeit verbrachte er überwiegend im Emsland. Mit der Entlassung seines Vaters durch die Nazis kam er an das Münsteraner Gymnasium Paulinum, dem er sehr verbunden blieb und an dem er 1939 Abitur machte. Unmittelbar nach dem Abitur trat er in die Wehrmacht ein und war erst am Frankreich-, dann am Russlandfeldzug beteiligt, wo er im Herbst 1942 als Funker durch einen Granatsplitter schwer verletzt und ins Lazarett nach Westfalen verlegt wurde, bevor seine 126. Infanteriedivison auf dem Weg nach Stalingrad zerrieben wurde.Nach langer Rekonvaleszenz und Feststellung der Kriegsuntauglichkeit nahm er im Herbst 1943 unter erschwerten Bedingungen das Studium der Staats- und Rechtswissenschaften an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster auf, gleichzeitig engagierte er sich bei der verbotenen katholischen Studentenverbindung Tuiskonia. Das Studium schloss er nach 1. Examen und langem Referendariat 1948 mit der 2. Juristischen Staatsprüfung am Oberlandesgericht Hamm ab. Zum Ende des Krieges wurde er wieder wehrtauglich befunden und kurz vor der Kapitulation in Abwesenheit zum Tode verurteilt, dem er durch Kriegsende entging. Im Jahre 1948 trat er in die allgemeine Verwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen ein und wurde nach mehreren Einsätzen im Innenministerium und im westfälischen Beckum und an der Bezirksregierung Aachen 1954 stv. Polizeipräsident in Gelsenkirchen. Im gleichen Jahr heiratete er die Aachenerin Marlene Keimes, mit der er 61 Jahre in großer Zuneigung zusammen verbrachte, aus der Ehe gingen acht Kinder hervor. 1958 wurde er an die Bezirksregierung Arnsberg versetzt und leitete dort verschiedene Dezernate. 1962 wurde er als Stellvertreter des Präsidenten an die Kreispolizeibehörde Aachen versetzt, 1964 kam er zur mittlerweile aufgelösten Bezirksregierung Aachen, an der er zuletzt Ltd. Regierungsdirektor war. Er leitete dort u.a. die Gewerbe- und Polizeiabteilung.In dieser Funktion hatte er zusammen mit dem damaligen Polizeipräsidenten Dundalek die Idee, die Zusammenarbeit der Polizeibehörden im Aachener Grenzland auszubauen und insbesondere die Nacheile über die Landesgrenzen zu ermöglichen. Daraus entstand die Arbeitsgemeinschaft NeBeDeAC Pol, deren Vorsitzender und engagierter Vorreiter er von 1971-1985 war. Mehrere der damals entworfenen Regeln wurden zwischenzeitlich gesetzlich verankert.Im Dezember 1971 wurde er Nachfolger des plötzlich verstorbenen Polizeipräsidenten Dundalek und Vorsitzender der Kommission für öffentliche Sicherheit und Ordnung der Euregio Rhein-Maas. Während seiner Amtszeit waren der linke Terrorismus, Mordanschläge auf die iranischen Exilanten und die virulente Hausbesetzerszene sowie der Neubau des Polizeipräsidiums in der Soers besondere Herausforderungen. Daneben war ihm die grenzüberschreitende und internationale Polizeiarbeit (so engagierte er sich auch sehr bei Interpol und der weltweiten Polizeivereinigung IPA) ein besonderes Anliegen. Gegen Abschluss seiner Amtszeit erhielt er in Anerkennung seiner Verdienste neben dem Bundesverdienstkreuz auch den Orden Officier van Oranje-Nassau der Niederlande und Officier de l'ordre Léopold II. von Belgien. Seine berufliche Karriere beendete er mit einem Vortrag vor dem Europarat, in dem er sich aus Sicherheitsbedenken gegen die Abschaffung der Grenzkontrollen einsetzte.

Martin Fehrmann